
„Aufgrund der tiefen Verbundenheit mit der Kirche von Rom“: Papst Leo XIV. überträgt bei einem Besuch die Verantwortung für gesellschaftliche Missionen an Monaco
In einer Welt, die sich in Eile befindet und von Konflikten und Ungleichheit geprägt ist, hielt der Papst in Monaco, einem Land, das er zum gelebten Glauben aufrief, eine wegweisende Ansprache zu Beginn seines Pontifikats.
Warum Monaco? Diese Frage beschäftigte alle, seit Papst Leo XIV. am 1. März seine Absicht bekannt gab, seine erste offizielle Europareise dem Fürstentum zu widmen.
Am Ende dieses historischen Tages, erfüllt von Freude, Rührung und innerer Ruhe, ist nun alles klar.
Der Heilige Vater wollte nicht nur die Treue der Familie Grimaldi zum Vatikan würdigen und die Pflicht des Landes, eine moralische Instanz auf der internationalen Bühne zu sein, bekräftigen, sondern nutzte seine vier Ansprachen auch, um die Welt angesichts des nahenden Osterfestes und der Fastenzeit zu Frieden und Vernunft aufzurufen.
Unmissverständlich verurteilte der Heilige Vater „das heimliche Treiben mächtiger Autoritäten, die bereit sind, skrupellos zu töten“, und die die Welt dem „Bösen“ ausliefern.
Umgeben von Fürst Albert II. und Fürstin Charlène am Fenster des Fürstenpalastes wandte sich der Heilige Vater an das monegassische Volk und die Einwohner: „Verteidigen wir wirklich die Menschen? Schützen wir die Würde des Menschen, indem wir das Leben in jeder Phase bewahren? Ist das gegenwärtige Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell wirklich gerecht und von Solidarität geprägt?“ Lässt er sich von einer Ethik der Verantwortung leiten, die uns hilft, die Logik des Austauschs von Gütern und des Profits als Selbstzweck zu überwinden und eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen?
„So werdet ihr Experten für Neues sein.“
Ein Aufruf zur individuellen und kollektiven Selbstreflexion angesichts „ungerechter Machtverhältnisse, sündhafter Strukturen, die Gräben zwischen Arm und Reich, zwischen Privilegierten und Ausgeschlossenen, zwischen Freunden und Feinden schaffen“.
Das Papamobil traf am späten Vormittag ein, um Papst Leo XIV. vom Fürstenpalast zur Kathedrale von Monaco zu geleiten.
Und diese den Monegassen anvertraute Mission: ihren Wohlstand stets mehr in den Dienst der Solidarität zu stellen: „Ich vertraue dem Fürstentum Monaco aufgrund der tiefen Verbundenheit mit der Kirche diese Aufgabe an.“