„Ich habe mich wie zu Hause gefühlt“: Jannik Sinner, der in Monte-Carlo triumphiert, macht einen weiteren Schritt in seiner Karriere.

Jannik Sinner, der neue Prinz und König: Mit seinem ersten Sieg in Monaco im Finale gegen Alcaraz eroberte der Italiener die Weltranglistenführung zurück und machte einen weiteren Schritt nach vorn auf Sand.

„Grazie mille a tutti“, tausend Dank an alle… Das italienische Publikum wartete gespannt auf Jannik Sinners Worte in Dantes Sprache. Nachdem er seinen Gegner und das Turnier auf Englisch gelobt hatte, erhielt der neue Weltranglistenerste am Sonntagnachmittag, dem 12. April, Standing Ovations von seinen Fans.

„Nun, ich denke, ich werde auf Italienisch weitermachen. Es war ein Traum für mich, hier zu gewinnen.“ „Ich habe mich wie zu Hause gefühlt“, rief er ins Mikrofon, das Siegermikrofon. Erster Sieg in Monte Carlo, vierter Masters-1000-Titel in Folge, Weltranglistenerster von Alcaraz zurückerobert…

Jannik Sinner feierte damit einen überzeugenden Sieg in einem Finale, das nicht gerade für seine spielerische Qualität in Erinnerung bleiben wird: Es gab zwar einige kraftvolle und beeindruckende Schläge, aber auch viele unerzwungene Fehler: 45 für Alcaraz, 38 für Sinner.

Der unberechenbare ablandige Wind, ein unerwarteter Gast am Sonntag, nahm keinerlei Rücksicht auf schönes Spiel, sondern setzte seine wirbelnden Böen durch und verlieh den kleinen gelben Bällen so manche seltsame Flugbahn.

Geschenke auf beiden Seiten

Sinner und Alcaraz mussten sich mit dem Nötigsten begnügen, was den Druck auf dem Prince’s Centre Court zusätzlich erhöhte… Nach einem Break-Austausch im ersten Satz stand es 6:6 und es ging in den Tiebreak. Sinner vergab seinen ersten Satzball, indem er eine einfache Vorhand ins Netz schlug. In einer unerwarteten Wendung revanchierte sich Alcaraz mit einem Doppelfehler und schenkte dem Italiener den Satz…

Wie schon im ersten Satz gelang Alcaraz auch im zweiten Satz ein Break gegen Sinner. Er führte 3:1 und hatte zwei Breakbälle zum 4:2, die jedoch ungenutzt blieben. Diese vergebene Chance frustrierte den Spanier sichtlich. Sinner glich zum 3:3 aus und nutzte einen Volley von Alcaraz, der zu weit ins Aus ging, um selbst das Rebreak zu schaffen (4:3).

Der Spanier kämpfte bis zum Schluss, doch seine Stoppbälle, die Sinner stets gut antizipierte, brachten keine wirkliche Überraschung. Der erste der beiden Matchbälle für den Italiener war die Entscheidung, als ein Vorhand-Return von Alcaraz zu lang geriet… Sinner blieb einige Sekunden lang kniend stehen, eher von verhaltener Rührung als von überschwänglicher Freude getrieben…

 

 

Datum: 
Montag, 13. April 2026