Privater Personenschutz für eine außergewöhnliche Kundschaft

Interview:

Können Sie uns Ihr Profil und Ihre Erfahrung schildern?

Während meiner 15-jährigen Tätigkeit bei der Armee und der französischen Nationalpolizei hatte ich die Gelegenheit, Teil von Eliteeinheiten wie der GIPN (Interventionsgruppe der Nationalpolizei) zu sein. Dies ist die Spezialeinheit der französischen Polizei, die auf den Personenschutz von Diplomaten, den Einsatz bei Geiselnahmen und verschanzten Amokläufern sowie auf hochriskante Sicherheits- und Transportmissionen weltweit spezialisiert ist und Polizeieinheiten auf der ganzen Welt ausbildet. Anschließend gründete ich in Nizza ein erstes Unternehmen, das sich auf die Einrichtung von Personenschutz- und Sicherheitsmaßnahmen sowie auf gesicherte Transporte spezialisiert hat. Unser Kundenstamm einerseits und die Bedeutung, die diese Kunden dem Begriff „Sicherheit“ beimessen, andererseits haben mich und meine Mitarbeiter dazu veranlasst, technische Lösungen wie Kameras, Alarmanlagen, Panikräume, gesicherte Telefon- und Internetverbindungen sowie die Aufspürung von Wanzen und/oder Spionagekameras in Betracht zu ziehen und anzubieten. Zu diesem Zweck habe ich daher Preventive Concepts Monaco gegründet, das folgende Dienstleistungen anbietet: – Beratung und Sicherheitsaudits (alles, was den technischen Bereich betrifft, wie Alarmanlagen, Kameras, Schlösser, Tresore, Panikräume …), – Beratung und Sicherheitsaudits (Sicherheitsprotokolle für eine Immobilie, eine Yacht, eine Familie; Personalrekrutierung …).

Inwiefern hat sich Ihr Beruf in den letzten 20 Jahren weiterentwickelt? 

Wer nimmt Ihre Dienste in Anspruch? „Sicherheit“ ist ein vieldeutiger und etwas unscharfer Begriff (wir bei Preventive Concepts verstehen unter „Sicherheit“ die Technik, während „Schutz“ die personellen Ressourcen bezeichnet, jedenfalls alles, was mit menschlicher Böswilligkeit zu tun hat: Man spricht daher nicht von einem Sicherheitsbeamten, sondern von einem Schutzbeauftragten) . Seit zwanzig Jahren lässt sich feststellen, dass Sicherheit in allen Berufsfeldern berücksichtigt wird: sei es die Sicherheit von Telefon- und Internetnetzen, der Kommunikation, aber auch die physische Sicherheit von Personen. Sicherheit steht mittlerweile im Mittelpunkt jedes Projekts, ohne sie ist nichts möglich; die heutige Welt ist gewalttätig für diejenigen, die sich nicht darauf einstellen. In den Bereichen Immobilien, Yachting und Hotellerie, die an der Côte d’Azur, in Monaco, der Schweiz und in London stark vertreten sind, sehen sich die Fachleute dieser Branchen mit präzisen und steigenden Anforderungen ihrer Kundschaft konfrontiert (Sicherheitsbeauftragte, Kameras, Alarmanlagen … aber auch die Einführung eines Sicherheitsprotokolls durch Fachleute). Auch Family Offices, Rechtsanwälte und Notare, die eng mit ihren Kunden zusammenarbeiten, greifen auf unser Fachwissen zurück, ebenso wie Architekten oder Bauherrenberater, die bereits beim Neubau oder bei der Renovierung einer Immobilie gemäß unserer Beratung Sicherheitsmaßnahmen einplanen möchten (Netzwerke, Alarmanlagen, Kameras, Panikräume, verstärkte Verglasungen und Verschlüsse …). Schließlich benötigen auch Privatpersonen aus ganz individuellen Gründen unsere Unterstützung – das ist der Kern unseres Berufs.

Wie sehen Sie die Entwicklung Ihres Berufs in den kommenden Jahren?

Zunächst einmal gibt es in diesem Beruf ein echtes Problem bei der Personalbeschaffung: Es gibt nur sehr wenige gut ausgebildete Menschen (nicht unbedingt ehemalige Militärangehörige oder Polizisten), die diesen Beruf ausüben, weil er ein echter Beruf ist. Es handelt sich überwiegend um Personen, die diesen Beruf wählen, weil er keinerlei Qualifikation erfordert (eine mehrtägige Schulung reicht aus, um im Bereich der privaten Sicherheit tätig zu sein), keine Verantwortung übertragen wird und daher für diese Mitarbeiter leider keine berufliche Weiterentwicklung in Aussicht steht. Daher müssten das Ausbildungsniveau und das Gehaltsniveau deutlich angehoben werden. Dazu müssen die Fachleute im Sicherheitsbereich aufhören, Schnäppchenpreise anzubieten; der Kunde muss den Preis zahlen, aber wie oben erläutert, müssen die eingesetzten Mitarbeiter oder die erbrachten Beratungsleistungen von hoher Qualität sein – das ist eine ganze Kette von Überlegungen, die neu durchdacht werden muss. Wir müssen uns weiterhin auf dem Markt als kompetent und gut ausgebildet präsentieren und uns weigern, den Bereich der Sicherheit von Laien oder ausländischen Unternehmen untergraben zu lassen.

 

 

Datum: 
Montag, 3. August 2026